HalloMia

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 6. August 2026

§ 1 Geltungsbereich; Anbieterin

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der SaaS-Plattform HalloMia (KI-Telefonassistent, app.hallomia.io) zwischen der Archibo GmbH, Ohmstraße 12, 63225 Langen, HRB 54161 (AG Offenbach am Main) („Anbieterin") und ihren Kunden.

(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist ausgeschlossen. Der Kunde bestätigt bei der Registrierung, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

(3) Entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn die Anbieterin ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.

§ 2 Vertragsgegenstand; Leistungsbeschreibung

(1) HalloMia nimmt eingehende Anrufe des Kunden in natürlicher Sprache entgegen, erteilt Auskünfte auf Basis der vom Kunden hinterlegten Inhalte, vereinbart Termine, nimmt Nachrichten auf und leitet Anrufe nach Kundenregeln weiter.

(2) Funktionsumfang, Plan-Inklusivleistungen und Preise ergeben sich aus der jeweils aktuellen Übersicht auf hallomia.io.

(3) Die Anbieterin schuldet eine Plattform-Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel, ausgenommen angekündigte Wartungsfenster und Störungen außerhalb ihres Einflussbereichs (insbesondere Telefonnetze, Telefonie-/KI-Vorleister, allgemeine Internet-Infrastruktur).

(4) Die Anbieterin setzt Vorleistungen Dritter ein (Telefonie-Carrier, KI-Sprachdienste, Cloud); ein Anbieterwechsel ist zulässig, sofern der Leistungsumfang im Wesentlichen unverändert bleibt.

§ 3 Vertragsschluss; Testphase

(1) Die Registrierung ist ein Angebot auf Abschluss eines unentgeltlichen Testvertrags; Annahme durch Freischaltung.

(2) Die kostenlose Testphase umfasst die ausgewiesenen Kontingente (derzeit: 1 Assistent, 1 Rufnummer, 60 Testminuten eingehend, 5 Web-Testanrufe / 30 Web-Testminuten); keine Kreditkarte erforderlich. Nach Verbrauch ruht der Leistungsumfang bis zur Buchung eines Plans.

(3) Der kostenpflichtige Vertrag kommt mit Abschluss des Bestellvorgangs (Planauswahl, Zahlungsdaten, AGB-Annahme) zustande.

§ 4 Preise; Abrechnung; Zahlung

(1) Es gelten die Preise zum Bestellzeitpunkt, netto zzgl. USt.

(2) Abrechnung monatlich oder jährlich im Voraus über Stripe; Minuten-Zusatzpakete bei Kauf fällig; Rechnungen elektronisch.

(3) Bei Zahlungsverzug darf die Anbieterin nach erfolgloser Mahnung mit Nachfrist den Zugang sperren; die Zahlungspflicht bleibt.

(4) Einzelverbindungsübersicht: Auf Anfrage über den Support erhält der Kunde eine Einzelübersicht der abgerechneten Verbindungen (Datum, Uhrzeit, Dauer, Zielrufnummer gesetzeskonform maskiert).

(5) Beanstandungen: Einwendungen gegen eine Abrechnung sind in Textform mitzuteilen; Beanstandungen innerhalb von acht Wochen nach Rechnungszugang werden geprüft. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

§ 5 Laufzeit; ordentliche Kündigung

(1) Monatspläne: Laufzeit ein Monat, Verlängerung um je einen Monat; Kündigung jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums über die Kündigungsfunktion in der App oder in Textform.

(2) Jahrespläne: Laufzeit zwölf Monate, Verlängerung um je zwölf Monate; Kündigungsfrist vier Wochen zum Laufzeitende.

(3) Das Testkonto ist jederzeit kündbar. (4) Außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

§ 6 Erstattungen

(1) Entgelte für angebrochene Abrechnungszeiträume werden nicht erstattet; der Zugang bleibt bis zum Ende des bezahlten Zeitraums bestehen.

(2) Unberührt bleiben Ansprüche aus zwingendem Recht oder aus einer von der Anbieterin zu vertretenden erheblichen Leistungsstörung (Erstattung pro rata temporis).

(3) Minuten-Zusatzpakete sind von Umtausch und Erstattung ausgeschlossen, soweit zwingendes Recht nicht entgegensteht; sie verfallen nicht vor Ablauf von zwölf Monaten.

§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde stellt die Rechtmäßigkeit der von ihm hinterlegten Inhalte sicher.

(2) Der Kunde ist für die rechtskonforme Ausgestaltung seiner Telefonie verantwortlich, insbesondere für erforderliche Hinweise gegenüber Anrufern (z. B. Ankündigung einer aktivierten Gesprächsaufzeichnung). Die Plattform stellt Hinweistexte und Prüfmechanismen bereit; deren Nutzung ersetzt keine eigene rechtliche Prüfung.

(3) Missbräuchliche Nutzung (unerlaubte Werbeanrufe, Rufnummernmissbrauch, Umgehung von Entgeltmechanismen, Angriffe) berechtigt zur sofortigen Sperrung.

§ 8 Rufnummern; Telekommunikationsrecht

(1) Bereitgestellte Rufnummern bleiben bis zu einer Portierung der Anbieterin bzw. ihrem Carrier zugeordnet. Der Kunde macht die erforderlichen Angaben (insbesondere Bestandsdaten nach § 172 TKG) vollständig, richtig und aktuell.

(2) Bei unvollständigen Bestandsdaten kann die Rufnummernnutzung nach den gesetzlichen Vorgaben beschränkt oder beendet werden; auf Fristen wird hingewiesen.

(3) Notrufe: Die Eignung für abgehende Notrufe richtet sich nach der Produktdokumentation; das Routing ist vom Kunden zu konfigurieren.

§ 9 Datenschutz; Auftragsverarbeitung

(1) Die Anbieterin verarbeitet personenbezogene Daten der Anrufer und des Kunden als Auftragsverarbeiterin nach Maßgabe des gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV), der Vertragsbestandteil ist.

(2) Verarbeitung innerhalb EU/EWR; Unterauftragsverarbeiter sind im AVV benannt.

§ 10 KI-Leistungen; Haftung

(1) KI-generierte Gesprächsführung arbeitet wahrscheinlichkeitsbasiert und kann im Einzelfall unzutreffende oder unvollständige Aussagen enthalten; geschuldet ist die vereinbarte Plattformleistung, nicht ein bestimmter Gesprächserfolg.

(2) Unbeschränkte Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(3) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens jedoch — je Schadensereignis und insgesamt je Vertragsjahr — auf die Summe der vom Kunden in den letzten sechs Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlten Entgelte.

(4) Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.

§ 11 Änderungen der AGB

(1) Anpassungen mit Wirkung für die Zukunft sind bei triftigem Grund (insbesondere Rechtsänderungen, Änderungen der Vorleistungen) und Zumutbarkeit möglich; Ankündigung mindestens sechs Wochen vorab in Textform. Ohne Widerspruch bis zum Wirksamwerden gelten sie als genehmigt; hierauf wird gesondert hingewiesen.

(2) Bei nachteiligen Änderungen kann der Kunde zum Wirksamwerden außerordentlich kündigen.

§ 12 Referenznennung

(1) Der Kunde räumt der Anbieterin das Recht ein, ihn für die Vertragsdauer unter Nennung von Name/Firma und unter Verwendung des Kunden-Logos in unveränderter Form als Referenz zu benennen (insbesondere Website, Präsentationen, Marketingmaterialien).

(2) Der Kunde kann jederzeit ohne Angabe von Gründen in Textform widersprechen; die Nutzung endet dann innerhalb von 14 Tagen. Weitergehende Aussagen (Zitate, Fallstudien) nur mit gesonderter Zustimmung.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand ist — soweit zulässig — Offenbach am Main; die Anbieterin darf den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand verklagen.

(3) Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen lässt den Vertrag im Übrigen unberührt.

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